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Drewitz | Nachkommando und Verwahrungslager der Bundeswehr 1991 - 1993
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Die Materialien und Dokumente wurden zur Verfügung gestellt von Wolfgang Brusch
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Mit dem 03.10.1990 unterstanden alle NVA-Einheiten dem Bundeswehrkommando - Ost. Innerhalb dieses Kommandos wurden die Truppenteile der Luftstreitkräfte / Luftverteidigung von dem neu aufgestellten Kommando der 5. Luftwaffendivision geführt.
Dem JBG-37 und der Flugplatzbasis in Drewitz wurden mit der Übernahme durch die Bundeswehr eine Unterstützungsgruppe mit Bundeswehrangehörigen aus den alten Bundesländern zugeordnet.
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Personal der 16. und 18. Unterstützungsgruppe des Kommando Drewitz
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Am 12.11.1990 geht das Kommando des JBG-37 vom Oberst J. Hoffmann auf Oberstleutnant H. Gerlach über, welcher das Geschwader noch bis zur strukturellen Auflösung am 31.12.1990 führte. Der Stabschef Oberstleutnant D. Höfer wird vom Major W. Brusch abgelöst.
Ab dem 01.01.1991 wurde das Nachkommando des JBG-37 formiert. Kommandeur des Nachkommandos wurde Major W. Brusch. Das Nachkommando wurde von der 1. Luftverteidigungsdivision in Cottbus geführt.
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Personalbestand an der Bundeswehrdienststelle in Drewitz am 05.06.1991
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Am 01.04.1991 wird innerhalb der 5. Luftwaffendivision die 1. Luftverteidigungsdivision und die 3. Luftverteidigungsdivision in den “Abwicklungsstab Süd” und Abwicklungsstab Nord” umstrukturiert.
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Struktur der 5. Luftwaffendivision zum 01.04.1991
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Das Nachkommando Drewitz wird am 01.10.1991 in ein zentrales Verwahrungslager umgewandelt. Das Verwahrungslager wird weiterhin militärisch geführt und untersteht dem Abwicklungsstab Süd in Cottbus.
Ab Sommer 1991 erfolgt die Bewachung des Standortes durch eine zivile Wachgesellschaft.
Am 19.12.1991 wird das Verwahrungslager in Drewitz dem zivilen Material-Depot-Service-Gesellschaft übergeben. Auf Grund verschiedener Probleme mit der weiteren Umsetzung der Verschrottung der Militärtechnik verzögert sich die Auflösung des Verwahrungslager noch bis Sommer 1992.
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Kurz nach Übernahme durch die Bundeswehr wurde entschieden, das das Militärmaterial der NVA zentral gesammelt werden soll. An Standort Drewitz wurden die Flugzeuge des JBG-37, der TAFS-87, des JG-1, JG-2 und des JG-8 zusammen geführt. Daneben wird auf dem Flugplatzgelände noch eine Vielzahl von Militärfahrzeugen abgestellt.
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Die MiG-23UB der Luftstreitkräfte der DDR wurden hingegen zentral am Flugplatz Laage gesammelt. Deshalb sollten am 04.12.1990 alle MiG-23UB des JBG-37 von Drewitz nach Laage überführt werden. Wegen eines Defektes an der Kraftstoffleitung konnte die 104 (20+62) erst einen Tag später starten.
04.12.1990
MiG-23UB 102 20+61 Barth / Gerdewischke MiG-23UB 105 20+63 Dietrich / Nickl
05.12.1990
MiG-23UB 104 20+62 Großer / Beutler
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Die Überführung der MiG-21 nach Drewitz von den Flugplätzen in Holzdorf, Marxwalde und Trollenhagen erfolgte ab Dezember 1990. Am 13.03.1991 landet die sonderlackierte MiG-21 SPS/K 441 22+02 (“Der weiße Hai”) in Drewitz. Die letzten MiG´s aus Holzdorf landeten am 16.04.1991 in Drewitz.
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Ingesamt waren am Flugplatz Drewitz zwischenzeitlich abgestellt:
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Alle MiG-23BN befanden sich bis Mitte 1991 geschützt in den gedeckten Flugzeugdeckungen. Um die Flugfähigkeit der Maschinen zu erhalten, wurden alle entsprechenden Standzeitkontrollen, bis hin zur 12-Monatskontrolle, von dem am Standort verbliebenden Ingenieur-technischen Personal weiterhin durchgeführt.
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Anflug und Rollen der MiG´s aus Holzdorf am 06.12.1990
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Am 06.12.1990 in der gedeckten Flugleitung (GdFL)
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Die Flugzeuge wurden an der an der Vorstartlinie abgestellt. Für einige Flugzeugführer war die Überführung der MiG`s nach Drewitz der letzte Flug.
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Am Standort Drewitz waren 1990 noch drei MiG-17F und eine MiG-15UTI vorhanden. Die MiG-17F 905 und 346 sowie die MiG-15UTI 163 waren bis dahin auf dem Gelände der KRS in einem Wartungszelt abgestellt. Die MiG-17F 537 war als Denkmal vor dem Stab aufgestellt.
Am 11.02.1991 wurde die MiG-17F 905 an das Luftwaffenmuseum in Uetersen übergeben. Die MiG-15UTI 163 wird am 25.02.1991 auf dem Gelände der KRS zur Übergabe an das Luftwaffenmuseum in Uetersen vorbereitet und verladen.
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Von den eingelagerten Flugzeugen am Flugplatz Drewitz werden zu technischen Tests an das WTD-61 in Manching übergeben:
10.04.1991 MiG-21bis 846 24+20
16.04.1991 MiG-23BN 697 20+45 MiG-23BN 712 20+52
17.04.1991 MiG-23BN 702 20+48
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Übergabe der MiG-23BN 702 20+48 an das WTD-61 im Manching am 17.04.1991.
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Der Kommandeur des Bundeswehrkommando - Ost Generalleutnant Jörg Schönbohm besuchte am 10.01.1991 den Standort Drewitz.
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Am 09.01.1991 um 9:30 Uhr landet eine Piper PA-31 als erstes ziviles Luftfahrzeuges auf dem Flugplatz Drewitz. Der Flug wurde durchgeführt von den “Städtischen Werken Krefeld”. Der Start zum Rückflug war am 10.01.1991 um 16:00 Uhr.
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Am 25.05.1991 besucht der damalige Ministerpräsidenten von Brandenburg Manfred Stolpe den Flugplatz Drewitz. Thema der Pressekonferenz, welche im ehemaligen Stabsgebäude des JBG stattfinden, ist die Entwicklung des Flugplatz Drewitz zu einem Regionalflugplatz.
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Um die Möglichkeiten eines Regionalflugplatzes in Drewitz bekannt zu machen, wird zu Promotionzwecken ein innerdeutscher Flug mit einer ehemaligen INTERFLUG - Maschine organisieret. Am 29.05.1991 fliegt eine Iluschin IL-18 der “Air-Cargo-GmbH” von Drewitz nach Düsseldorf.
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Am 04.07.1991 fand am Flugplatz Drewitz ein Pressetermin statt. Hierbei wurden den Pressevertretern, die am Standort abgestellten Flugzeugtypen präsentiert. Ausgewählte Maschinen werden hierzu für die Fotografen auf die Start- und Landebahn geschleppt.
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Die an der Vorstartlinie abgestellten Flugzeuge in Drewitz im April 1991. Aufnahme: Jürgen Strobel
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Gemäß den KSE-Vereinbarungen mussten die Militärflugzeuge der Bundeswehr auf die vereinbarte Menge reduziert zu werden. Laut den Vereinbarungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes mussten die Flugzeuge verschrottet werden. Ein Verkauf, zu einer eventuellen weiteren militärischen Nutzung war nicht erlaubt. Nur 14 % der Eingelagerten Flugzeuge waren zur unentgeltlichen Abgabe an Museen und zum Verkauf an zivile Interessenten vorgesehen.
Es wurde zuerst geplant die Verschrottung, der eingelagerten Flugzeuge, am Standort Drewitz vorzunehmen. Deshalb wurde in der KRS im November 1991 probeweise eine MiG-23BN 691 20+40 und eine MiG-21M 594 22+94 zerlegt. Jedoch kam es nach der Probezerlegung aus Gründen des Umweltschutz zu keiner weiteren Verschrottung von Flugzeugen am Standort Drewitz.
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Die Verschrottung der Flugzeuge wurde von den Elbe Flugzeugwerke GmbH Dresden übernommen. Am 19.08.1992 wurde in Drewitz die MiG-21 SPS/K 441 22+02 (“Der Weiße Hai”) als erstes Flugzeug vorab zur Verschrottung übergeben. Der offizelle Beginn der Verschrottung war erst am 21.09.1992. Die zu verschrottenden Maschinen wurden nach Dresden auf dem Landweg überführt. Jedoch wurden auch teilweise MiG´s per Hubschrauber abtransportiert.
Im Mai 1993 war die Verschrottung und der Abtransport der Flugzeuge vom Flugplatz Drewitz abgeschlossen.
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Gemäß den KSE-Vereinbarungen mußte auch die militärisch nutzbare Infrastuktur am Flugplatz unbrauchbar gemacht werden. Deshalb wurden nter anderem bis zum Oktober 1992 alle Kraftstoffleitungen an der Vorstartline demontiert.
Am 31.06.1993 löst die Bundeswehr die Dienststelle am Flugplatzes Drewitz auf.
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