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Überblick über die Geschichte des Flugplatz Drewitz
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Der Flugplatz in den 30er und 40er Jahren
Anfang der dreißiger Jahre wurde südöstlich der Ortschaft Drewitz das Flugfeld als Zivilflugplatz der Stadt Guben angelegt. Für das Flugfeld wurde eine Fläche im Staatsforst gerodet und für die Nutzung der Flugzeuge hergerichtet. Ab 1935 wird der Flugplatz dann unter dem Namen der Ortschaft Drewitz geführt. Der Platz wurde 1938 zum Einsatzflugplatz der Luftwaffe umgebaut und von den Flugzeugführerschulen in Frankfurt (O) und Guben als Arbeitsplatz genutzt.
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Der Flugplatz bestand aus einem Flugfeld von ca. 1000 m x 1200 m mit einer Grasoberfläche. Eine betonierte Startbahn war nicht vorhanden. Die Unterkünfte und eine Flugzeugwartungshalle befanden sich am Waldrand zur Ortschaft Drewitz.
Die Lage der Wartungshalle befand sich im Bereich der heutigen Nordbahn. Die befestigte Fläche vor der Wartungshalle wurde in den 80iger Jahren von dem Winterdienst der Flugplatzbasis genutzt und ist heute noch gut erkennbar.
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Lageplan des Flugfeldes von 1944
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Die Zufahrt zum Flugplatzgelände erfolgte von Drewitz aus. Reste der ehemaligen Pflasterstraße sind heute noch teilweise erhalten. (Stand 2009)
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Der Flugplatz Drewitz 1941. Im Hintergrund ist die Wartungshalle am Nordrand des Platzes sichtbar.
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Sichtbare Reste der Fundamente der Wartungshalle (Stand 2010)
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Kurz vor Ende des II. Weltkrieges wurden Jagdflieger mit der Messerschmitt Bf-109 G zum Einsatz an der Ostfront auf den Flugplatz verlegt. So waren auf dem Platz vom 23. Januar 1945 – 15. Februar 1945 die III. Gruppe / Jagdgeschwader 4 vom 26. Januar 1945 – 21. Februar 1945 die IV. Gruppe / Jagdgeschwader 4 und im März 1945 die 9. Staffel / Jagdgeschwader 6
Am 20. April 1945 wurde der Flugplatz Drewitz von der Roten Armee besetzt. In den folgenden Jahren wurden die Vorkriegsbauten am Flugplatz im Zuge der Entmilitarisierung Deutschlands größtenteils zurückgebaut und beseitigt.
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Die Entwicklung des Flugplatzes in den 50er Jahren
Mit Beginn des Kalten Krieges“ wurden von der Sowjetarmee auf dem Gebiet der DDR eine Vielzahl von Einsatzbasen für die strahlgetrieben Frontfliegerkräfte geschaffen. Hierzu wurden Flugplätze entweder neu angelegt oder vorhandene Flugplätze der Wehrmacht entsprechend ausgebaut. Im Zuge dieser Entwicklung wurde auch der Flugplatz in Drewitz reaktiviert und als neuer, großer Militärflugplatz entwickelt.
Die Anlage des Platzes erfolgte nach sowjetischen Plänen entsprechend des sowjetischen Platzlayouts für Frontbombenflieger. Diese Basen waren für den Frontbomber IL-28 ausgelegt. Die Charakteristik einer solchen sowjetischen Frontbomberbasis war gekennzeichnet durch:
- Start und Landebahn mit einer Länge von 2500 m und einer Breite von 60 m - 80 m
Einer Ringrollbahn, welche die Dezentralisierungsräume mit der Start- und Landebahn verbindet.
- Entlang der Ringrollbahn befanden sich in unregelmäßigen Abständen betonierte Abstellflächen für die Bombenflugzeuge.
- Eine ausgeprägte Vorstartlinie war noch nicht vorgesehen. Es wurde nur eine gemeinsame Standfläche für die diensthabenden Einsatzmaschine geplant.
- Der gesamte Flugplatz wurde ausgelegt für die Aufnahme eines Regimentes mit bis zu 40 Flugzeugen.
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Anfang der fünfziger Jahre wurde von der Staatsführung der DDR mit der KVP der Aufbau von militärischen Verbänden begonnen. Der Flugplatz Drewitz entwickelte sich hierbei zu einem wichtigen Standort für die KVP-Luft, sowie später für die Luftstreitkräfte der DDR.
Auf dem am 26.05.1953 aufgenommen Luftbild des Flugplatzes Drewitz sind Baumaßnahmen zu erkennen, welche zeigen, dass der Platz gemäß dem sowjetischen Flugplatzschema für Frontbombenflieger angelegt werden sollte. Zum Zeitpunkt der Luftbildaufnahme war die Start- und Landebahn bereits vollständig, sowie die Ringrollbahn im Süden teilweise betoniert. Deutlich sichtbar sind die Rodungen des Waldes im Norden, welche die geplante Ringrollbahn mit den kreisförmigen Abstellflächen für die Frontbombenflugzeuge in diesem Bereich deutlich machen.
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Luftbild der Baustelle vom 26.05.1953
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Lageplan zum Luftbild vom 26.05.1953
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Diese geplante Führung der nördlichen Ringrollbahn wurde jedoch nicht ausgeführt. Vermutlich ist dies im Zusammenhang mit den Ereignissen im Juni 1953 zu sehen. Durch die nichterfolgte Einführung der MiG-15 im Sommer 1953 war vorerst keine Notwendigkeit für weitere Dezentralisationsflächen.
Die eigentliche Nordbahn“ in ihrem jetzigen Verlauf entstand erst 1976.
Für den Bau des Flugplatzes wurde ein Gleisanschluss an die Bahnstrecke Cottbus – Guben geschaffen. Über diesen Gleisanschluss wurden die notwendigen Baumaterialien zu einer “Betonmischanlage” geliefert. Im Bereich der ehemaligen Wehrmachtsbauten ist eine Vielzahl von Baracken, das sogenannte Alte Lager“ erkennbar.
Zu dem Bau des Flugplatzes wurden auch Häftlinge hinzugezogen. Diese wurden in einem Gefangenenlager am Ortseingang, der späteren Wohnsiedlung untergebracht. Die eigentliche Wohnsiedlung Jänschwalde-Ost wurde erst nach 1953 errichtet.
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Bau der Unterkünftsgebäude 1953; Quelle: Flugplatzmuseum Cottbus
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Gefangenlager am Ortseingang von Jänschwalde-Ost 1953
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Die Lage des Gleisanschlusses, welcher zur Vorstartline führte, ist noch heute in der Strasse nahe dem ehemaligen Tanklager sichtbar.
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Sichtbare Reste der Baracken im “Alten Lager” (Stand 2011)
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Das in Kamenz am 13. Oktober 1952 aufgestellten 2. Jagdfliegerregiment der 1. Jagdfliegerdivision“ der KVP-Luft” wurde bereits Ende Mai / Anfang Juni 1953 nach Drewitz verlegt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich ein Großteil der Anlagen des Flugplatzes noch im Bau. Deshalb wurden auch die Einheiten vorübergehend in den Baracken des Alten Lagers“ auf der Nordseite der Start- und Landebahn untergebracht. Erst im August 1953 wurden die neu errichteten Unterkünfte - der spätere Bereich des JG-7 - bezogen. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte dann auch der Hauptzugang zum Flugplatz von der neu geschaffenen Ortschaft Jänschwalde-Ost aus.
Für das nach Drewitz verlegte Regiment, als auch für alle Anderen neu aufgestellten Jagdfliegerregimenter“, war von Anfang an die Ausrüstung mit der MiG-15 vorgesehen. Nach den Ereignissen in der DDR vom 17. Juni 1953 wurden jedoch alle gelieferten und bereits in Cottbus bereit gestellten MiG-15 kurzfristig wieder in die Sowjetunion zurückgeführt.
Um dennoch für die Jagdfliegerregimenter“ eine fliegerische Ausbildung fortführen zu können wurden im September 1953 wenige Jak-18 und Jak-11 aus der Sowjetunion angeliefert. Am Standort Drewitz haben sich vermutlich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ca. 20 Flugzeuge der genannten Typen befunden.
Zeitgleich mit der Zuführung der Flugzeuge Jak-18 und Jak-11 wurden aus Gründen der Tarnung die Formationen der KVP-Luft am 23. September 1953 in Aeroclubs“ umbenannt. Nach einer weiteren Umstrukturierung im Dezember 1953 war nun in Drewitz stabsmäßig das Kommando des 2. Aeroklubs“ untergebracht. Diesem Kommando unterstanden am Standort Drewitz zwei Abteilungen , die späteren Fliegerregimenter bzw. Geschwader. 1955 wird das Kommando des 2. Aeroclubs von Oberstleutnant Wolfgang Reinhold, dem späteren Chef der LSK/LV geführt. Die Flugzeuge am Standort flogen, wie alle Flugzeuge der KVP-Luft bis zur Gründung der NVA, mit dem roten Sowjetstern.
Die Abteilungen der Aeroclubs werden nach Gründung der NVA am 26.06.1956 in die 3. Fliegerdivision als Fliegergeschwader-7 (FG-7) und Fliegergeschwader-9 (FG-9) übernommen.
Ab 1957 wurden die Fliegergeschwader in Drewitz mit der MiG-15 ausgerüstet. Es wurden jedoch überproportional viele Schulmaschinen MiG-15UTI zugeführt. Kampfmaschinen vom Typ MiG-15bis gab es nur relativ wenige. Dies berücksichtigte wahrscheinlich die Hauptaufgabe jener Zeit, die Umschulung der Piloten auf die neuen Strahlflugzeuge.
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Der Klub um 1970
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Der Haltepunkt von Jänschwalde-Ost im Winter 1969/70
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Die Entwicklung des Flugplatzes in den 60er, 70er und 80er Jahren
Am 1. Januar 1961 wurde das Fliegergeschwader-7 (FG-7) in das Jagdfliegergeschwader-7 (JFG-7), umbenannt. Das Fliegergeschwader-9 (FG-9) wurde am 16. Mai 1961 nach Peenemünde verlegt und dort in das Jagdfliegergeschwader-9 (JFG-9) umbenannt.
Im November 1961 verlegte die Zieldarstellungstaffel mit 10 IL-28 nach Drewitz.
Das JFG-7 wurde 1962 mit der MiG-17 ausgerüstet und 1963 in das Diensthabende System“ (DHS) übernommen.
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Flugzeuge am Standort 1963 51 MiG-17 14 MiG-15 UTI 9 IL-28 1 IL-28U 75
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1963 wurde die Start- und Landebahn sowie die Ringrollbahn erstmals großflächig erneuert. In der Zwischenzeit verlegte das JG-7 nach Dresden-Klotzsche und die Zieldarstellungskette nach Preschen.
Ab 1964 wurde im JG-7 die MiG-17 mit der MiG-17F ergänzt bzw. ausgetauscht. 01.03.1965 erhält der Standort den Namen Wilhelm-Pieck-Kaserne“ 1966 wurd das JG-7 mit MiG-17PF ausgerüstet.
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Ehrenwache am KdL
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Flugzeuge am Standort 1966 29 MiG-17F 20 MiG-17PF 13 MiG-15 UTI 8 IL-28 1 IL-28U 1 Jak-18 72
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Nach Auswertung der Erkenntnisse aus den Sechs-Tage-Krieg“ im Juni 1967, wurden ab Herbst des Jahres kurzfristig die Dezentralisationsräume mit offenen Flugzeugdeckungen ausgebaut. Hierzu wurden, bei den seit 1953 vorhanden kreisförmigen Flugzeugabstellflächen, jeweils zwei bis drei offene Flugzeugdeckungen geschaffen.
Anfang 1969 wurde im JG-7 die MiG-21 SPS und die MiG-21M eingeführt.
Von Juli bis September 1969 wurde der Flugplatz Drewitz wieder instandgesetzt. Das JG-7 verlegte wieder nach Dresden-Klotzsche.
Am 23.04.1971 wurde die Zieldarstellungsstaffel-21 nach Trollenhagen verlegt.
Aus der III. Jagdstaffel des JG-7 wurde 1971 das JBG-31 formiert. Am 1. Oktober 1971 erfolgte dann per Befehl die offizielle Aufstellung des Jagdbombenfliegergeschwader.
Am 29.07.1972 erhielt das JG-7 den Ehrennamen Jagdfliegergeschwader Wilhelm-Pieck“.
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Flugzeuge am Standort 1972 19 MiG-21 SPS 23 MiG-21M 6 MiG-21US 46 MiG-17F 16 MiG-15 UTI 110
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Mitte der 70er Jahre sind in Drewitz mit dem JBG-31 und dem JG-7 zwei Geschwader stationiert, welche mit ihrer vollen strukturellen Stärke ausgerüstet waren. Somit war Drewitz zu jener Zeit der Flugplatz der LSK, auf welchem die meisten Flugzeugen untergebracht waren.
Seit Anfang der 70er Jahre wurde von der Staatsführung der DDR verstärkt die Modernisierung und Umstrukturierung der gesamten Streitkräfte vorangetrieben. Es wurden neue Truppenteile aufgestellt, neue Waffentechnik eingeführt sowie die Standorte der Truppen ausgebaut.
So wurde auch im Zeitraum von 1976 bis 1980 der Flugplatz in Drewitz massiv ausgebaut, grundlegend umgestaltet und rekonstruiert. Dieser Ausbau des Standortes, in deren Folge das gesamte Erscheinungsbild des Platzes verändert wurde, war eigentlich erst für 1980 geplant, wurde aber vorgezogen, um den Platz rechtzeitig für die geplante Stationierung der MiG-23BN vorzubereiten.
Die wesentlichsten Baumaßnahmen die 1976 realisiert wurden waren:
- Ausbau der Dezentralisationsräume mit geschlossenen Deckungen für Flugzeuge im Nordosten und Südwesten des Flugplatzes.
- Schließen der bis dahin fehlenden nördlichen Ringrollbahn, sowie deren Erweiterung für eine Nutzung als Hilfsstartbahn.
- Bau einer Erschließungsstraße zu den Dezentralisationsräume an der Nordbahn
- Verbreiterung der Start- und Landebahn.
- Erneuerung der Betonflächen der gesamten Ringrollbahn.
- Erweiterung der Flugbetriebsflächen. Ausbau der Vorstartlinie im Bereich des JBG-31. Das JBG erhält somit einen eigenen Bereich an der Vorstartlinie.
- Nachträgliche Verlegung einer Betankungs-, Preßluft- und Elektroversorgung an der Vorstartline des JG-7
- Erneuerung bzw. Umbau der Strahlabweiser
- Ausbau der Flugleitung als geschlossen Deckung
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Die Nordbahn Ende der 70er Jahre, kurz nach Fertigstellung der Arbeiten
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Die Nordbahn war als Hilfsstartbahn ausgelegt. Start einer MiG-21 mit Starthilfsraketen.
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Insgesamt wurden ca. 370.000 m² befestigte Rollflächen neu hergestellt beziehungsweise rekonstruiert. Um den Zeitaufwand für die Baumaßnahmen gering zu halten, wurde teilweise für die Erweiterungsflächen ein Bitumen-Beton verwendet. Diese Betonflächen sind heute noch an der dunkleren Farbe erkennbar. Hauptsächlich wurde mit Bitumen-Beton die seitlichen Erweiterungen der Start- und Landebahn sowie die Verbindungsrollbahnen hergestellt.
Die Einrichtung der Baustelle begann bereits im September 1975. Im Zeitraum vom 01.02.1976 – 30.10.1976 war der Platz für jeglichen Flugverkehr komplett gesperrt. Während dieser Zeit verlegt das JBG-31 nach Garz und das JG-7 nach Marxwalde sowie Rothenburg.
1979 wurde die gesamte Vorstartline nochmals umgebaut und erweitert. Die Vorstartline wurde um 14,5 m verbreitert. Dies wurde notwendig, da die MiG-23BN, anders als die bis dahin verwendeten Typen vorwärts in die Parkposition rollte. Desweiteren wurden die Beleuchtungsmaste errichtet, sowie die Umgehungsstraße hinter der Vorstartline neugebaut. Nach Umbau, des vom JG-7 genutzten KRS-Gebäudes, wurde dieses 1980 dem JBG-31 übergeben. Die KRS-7 wurde in die Halle 19 im östlichen Bereich der Vorstartlinie verlegt.
Für die gesamten Baumaßnahmen Ende der 70er Jahre am Flugplatz Drewitz wurden folgende Investitionssummen bereitgestellt:
1976 26,0 Mio. Mark der DDR 1978 6,9 Mio. Mark der DDR 1979 1,8 Mio. Mark der DDR ________________________________________ Summe 34,7 Mio. Mark der DDR
Die Höhe der gesamten Investitionssumme für den Ausbau des Flugplatzes relativieren sich bei einem Blick auf die Investition, welche für die Anschaffung der MiG-23BN notwendig waren. So lagen die Investitionskosten für die bis 1981 eingeführten 20 Flugzeuge MiG-23BN, bei einem Stückpreis von 22,4 Mio. Mark, in der Summe bei ca. 448,0 Mio. Mark der DDR.
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Flugzeuge am Standort 1982 45 MiG-21M 8 MiG-21UM 25 MiG-17F 4 MiG-15UTI 18 MiG-23BN 3 MiG-23UB 103
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1979 werden die ersten MiG-23BN sowie die MiG-23UB eingeführt. Parallel dazu wird aber auch die MiG-17F im JBG-31 weiter genutzt
1984 erfolgt die Außerdienststellung der MiG-17F und der MiG-15UTI. Dies geschieht im Zuge der Formierung des JBG-77 aus der Struktur der III. JBS.
1986 wird die Ringrollbahn und der SLB erneut saniert. In der Zeit der Rekonstruktion verlegte das JBG-37 nach Marxwalde und das JG-7 nach Garz. Im Rückblick zeigt sich, das die betonierten Flugbetriebsflächen des Flugplatzes auf Grund der Nutzung und der Konsistenz des verbauten Betons alle zehn Jahre saniert werden mussten.
Im Oktober 1986 wurde das Denkmal mit der MiG-17F (537) vor dem Stabsgebäude des JBG eingeweiht
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Flugzeuge am Standort 1988 49 MiG-21M 9 MiG-21UM 18 MiG-23BN 3 MiG-23UB 79
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Die neuen Plattenbauten am Wilhelm-Pieck Ring; Kurz nach der Fertigstellung
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Die HO-Kaufhalle in Jänschwalde-Ost; Anfang 1988 Quelle: www.flugzeugforum.de; Beitrag “Gabi” 01.03.2005
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Im Januar 1989 wurde von der Staatsführung der DDR die Abrüstung und Auflösung des JG-7 beschlossen. Am 31. August 1989 wurde der letzte Flugdiensttag des JG-7 durchgeführt, bei dem alle Flugzeuge des Geschwader starteten und den Platz in Formation überflogen.
Im September 1989 wurde dann der Flugzeugbestand an MiG-21M des Geschwaders gegen die MiG-21SPS des JG-1 und JG-2 ausgetauscht.
Die offizielle Auflösung des JG-7 erfolgte am 25. Oktober 1989. Die Auflösung des Jagdgeschwaders wurde medienwirksam, insbesondere für die westlichen Pressevertreter, inszeniert. Entlang der gesamten Vorstartlinie waren die nach Drewitz überführten 50 MiG-21SPS aufgereiht. Eine MiG-21 wurde an diesem Tag bereits zerlegt präsentiert. In Vorbereitung dieses Tages wurde darauf geachtet, das die Pressevertreter keine Rückschlüsse auf die Anwesenheit eines weiteren Geschwaders am Standort Drewitz finden konnten. So waren alle MiG-23 in die GDFs verbracht worden.
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25.10.1989 - Auflösung des JG-7 Quelle: www.mdr.de
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Die an der Vorstartlinie aufgestellten MiG-21 SPS Quelle: NBI 1989-45
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Im Oktober 1989 wurde die TAFS-87 als neue Einheit aufgestellt. Formiert wurde diese Einheit aus ehemaligen Angehörigen des JG-7, sowie aus den Beständen der am Standort verbliebenen MiG-21M und MiG-21UM.
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Die Herbstereignisse 1989 und die Wende in der DDR gingen auch am Standort Drewitz nicht spurlos vorbei. Zur Illustration hier ein paar wenige Episoden:
- Im September 1989 wurde eine Kompanie Unteroffiziersschüler der Grenztruppen aus Perleberg nach Drewitz verlegt.
Diese Kompanie hatte die Aufgabe, die Bewachung der nahen Grenze zu Polen zu verstärken, um Fluchtbewegungen von DDR-Bürger über die Oder zu verhindern. Mit der Grenzöffnung am 09.11.1989 wurden die Grenztruppen wieder abgezogen.
- Am Abend des 20.12.1989 - der Mittwoch vor Weihnachten - versammelten sich Berufsoffiziere und Zeitsoldaten des JBG-37 zu einer Demonstration vor dem Stabsgebäude. Hierbei wurden die verschiedensten Forderungen zur Verbesserung der Dienst- Lebensbedingungen formuliert.
- Da 1990 der Wehrdienst verkürzt wurde und es deshalb zu vorgezogenen Entlassungen der Zeitsoldaten kam, konnte es vorkommen, das viele Stellen nicht mehr mit Soldaten besetzt werden konnten und diese Stellen von Offizieren besetzt werden mussten.
So wurde zum Beispiel an einem Wochenende Anfang Mai 1990 die Bewachung und Kontrolle am KdL von einem Major durchgeführt. An diesem Wochenende waren im ganzen Objekt auch nur noch höchstens ca. 15-20 Armeeangehörige anwesend. Der Rest war auf Urlaub oder war kurz vorher entlassen wurden.
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Im Zuge der sich abzeichnenden Wiedervereinigung wurde der Standort Drewitz im Sommer 1990 von der Bundeswehr rekognosziert. Am 25. September 1990 fand der letzte Flugtag im JBG-37 statt und am 03.10.1990 wurde der Standort von der Bundeswehr übernommen. Zum 31.12.1990 erfolgte dann auch die strukturelle Auflösung des Geschwaders.
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Luftbild von 1991
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Lageplan der Flugplatzes Stand Ende der 80er Jahre
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Die Entwicklung des Flugplatzes ab 1990
Ab Oktober 1990 wurde der Flugplatz Drewitz als Sammelplatz und Verwahrungslager unterschiedlichster Militärtechnik der NVA verwendet. Insbesondere wurden auf dem Flugplatzgelände Flugzeuge, wie die MiG-23BN und die MiG-21 abgestellt. Zeitweise haben sich auf dem Flugplatz bis zu ca. 181 Flugzeuge befunden. Nur wenige Maschinen wurden flugfähig gehalten und für Tests von der Bundeswehr genutzt.
Für den Betrieb des Sammelplatzes für Militärtechnik wurde eine eigene Betreibergesellschaft gegründet. Die Material Depot Service Gesellschaft bestand vom 19.12.1991 bis zum 31.12.1995 am Flugplatz Drewitz.
Am 16./17. 04.1991 startete zu Überführungsflügen nach Manching eine MiG-21bis und drei MiG-23BN als letzte Militärflugzeuge der ehemaligen NVA vom Flugplatz Drewitz. Damit endete in Drewitz die über fünfzigjährige Nutzung des Flugplatzes für den militärischen Flugbetrieb. Die Bundeswehr löst zum 30.06.1993 die Dienststelle Drewitz auf.
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Tower am Flugplatz 1995 Quelle: Flieger-Revue 1996-06
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Parallel zur Verwahrung der Militärtechnik wurde bereits eine zivile Nutzung des Flugplatzes begründet und ausgebaut. Im April 1992 erfolgte die Gründung der Flughafen Süd-Brandenburg-Cottbus GmbH und ab dem 18. August 1993 wurde der zivile Flugbetrieb am Flugplatz aufgenommen. Am 04. Mai 1995 wurde dann die Genehmigung zur Betriebsaufnahme des Verkehrslandeplatzes Cottbus-Drewitz erteilt.
Weitere Meilensteine für den Flugplatz waren die Inbetriebnahme des neuen Towers im April 2000; der Bau des neuen Terminals 2001/02 sowie die Betriebsaufnahme des Instrumentenflugverkehrs (IFR) im September 2002. Mit der Fertigstellung des Anschlusses von Jänschwalde-Ost an die B97 im September 2004 war nun auch eine schnelle Straßenverkehrsanbindung an die Region möglich. Der Flugplatz in Drewitz wird von verschiedenen Fluggesellschaften für Ausbildungs- und Trainingsflügen genutzt.
Mit dem Ende der militärischen Nutzung des Flugplatzes wurden die meisten Gebäude und Einrichtungen nicht mehr benötigt. Der größte Teil der Gebäude wurde abgerissen, ein kleiner Teil wurde anderweitig verwendet. So wurde zum Beispiel das Gelände des Dezentralisationsraums der 1. JBS 1994 vom Motorsport – Zentrum Jänschwalde erworben und seither für den Motorsport genutzt.
Die ungenutzten Gebäude am Standort Drewitz wurden 2003-2004 abgerissen und die Standflächen renaturiert. Dies betraf alle ehemaligen Unterkunfts-, des Stabs- und Wirtschaftsgebäude des JG-7 und des JGB-37. Als einzige Gebäude im ehemaligen Unterkunftsbereich stehen heute noch der ehemalige Med-Punkt, das Schulungsgebäude und der Speisesaal des JBG, da hier eine Nachnutzung gefunden wurde. Mit dem Abriss der Gebäude wurde auch der Gleisanschluss zum Standort zurückgebaut.
In der Wohnsiedlung Jänschwalde-Ost wurden ebenso ab 2003 die leer gezogenen Wohnblöcke am Wilhelm-Pieck-Ring und an der Bahnhofsstraße abgerissen.
Chronologisch erfolgte der Abriss wie folgt:
- 2003 wurde mit dem Abriss der Blöcke Bahnhofsstrasse 29 und 30, sowie dem teilweiser Rückbau der Schule begonnen.
- 2004 Abriss der Wohnblöcke Mittelstraße 27 und 28, Friedensstrasse 32,
sowie Abriss der erst siebzehn Jahre alten Gebäude Wilhelm-Pieck-Ring 40, 41 und 34.
- 2005 Abriss der Gebäude Wilhelm-Pieck-Ring 38, 39, 36, 37 sowie 42.
- 2008/09 Abriss der Gebäude Bahnhofsstraße 31 und 33.
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Lageplan Flugplatz Drewitz 2009
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Lageplan Jänschwalde-Ost 2009
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Reste der Dienststelle Drewitz 2009
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Jänschwalde-Ost 2009
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Rückblickend sind vier Phasen in der baulichen Entwicklung des Flugplatzes Drewitz zu erkennen:
- Phase 1 Ende der 30er Jahre - Einrichtung eines unbefestigten Flugfeldes nach Rodung des Waldes
- Phase 2 Anfang der 50er Jahre - Bau einer betonierten Start- und Landebahn, sowie von Dezentralisationsflächen.
Bau von Unterkunfts- und Stabsgebäuden
- Phase 3 Ende der 70er Jahre – Erweiterung der Flugbetriebsflächen.
Ausbau der Dezentralisationsräume mit massiven geschlossen Deckungen für die Flugzeuge, Erweiterung der Unterkünfte am Standort
- Phase 4 nach 2000 – Abriss bzw. Umnutzung der militärischen Bauten, Renaturierung der Flächen. Zivile Nutzung des Platzes.
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